Stadtwerke Kiel AG
Über uns

Die Stadtwerke stellen sich vor

Historie

Ein Unternehmen. Viele Geschichten.

Seit 1856 bringen wir die Energie zu den Kielern und in die Stadt. Genauer gesagt seit dem
11. November – einem Tag mit starkem Sturm und Regen. Die öffentlichen Ölfunzeln wurden damals von der modernen Gas-Straßenbeleuchtung abgelöst. Die Beleuchtung der Stadt war damit zuverlässiger und der „Grundstein“ für die Stadtwerke Kiel, wie sie heute existieren, gelegt.

Seither haben wir uns immer wieder verändert, neu ausgerichtet und natürlich auch das Angebot erweitert – je nach Marktbedingungen oder Kundenanforderung. Heute sind wir mehr als nur ein regionaler Energieversorger, wir sind Versorger für Kiel und starker Partner für die Region und die Menschen, die hier leben.

Trotz aller Herausforderungen, die eine solche Entwicklung mit sich bringt, schwelgen wir doch immer wieder gern in Erinnerungen. Gehen Sie mit uns auf die Zeitreise und schauen Sie sich unsere Historie genauer an. Wir haben auf dieser Seite die Geschichte unserer Geschäftsfelder und unserer gesellschaftlichen Tätigkeiten anschaulich für Sie aufbereitet. Stöbern Sie und lernen einige Schlaglichter der Geschichte der Stadtwerke und der Region kennen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

Überblick

1856
Gründung Städtische Gasbeleuchtungsanstalt
Die erste Kieler Gasanstalt wird auf dem Waschhof am Kleinen Kiel – heute Standort des Rathauses – in Betrieb genommen.

1859
Siegelzug Städtische Gasanstalt

1870
Gründung städtische Wasserwerke

1879
Bau des ersten Kieler Wasserwerks
Das Wasserwerk an der Alten Lübecker Chaussee blieb bis 1896 in Betrieb.

1880
Inbetriebnahme Gaswerk Gaarden

1881
Inbetriebnahme der ersten Elektrizitätsstation

1887
Inbetriebnahme des zweiten Gaswerkes am Rondeel

1889
Umbenennung in Städtische Gas- und Wasserwerke Kiel
Inbetriebnahme Wasserwerk Schulensee

1898
Fertigstellung Wasserturm Ravensberg
Vollendung des Gaswerks Wik I

1900
Inbetriebnahme Gaswerk Ernestinenstraße
Umbenennung in Städtische Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke zu Kiel

1901
Beginn der städtischen Stromversorgung

1903
Inbetriebnahme des Wasserkraftwerkes Raisdorf I

1905
Umbenennung in Städtische Licht- und Wasserwerke zu Kiel
erste Beheizung mit „Abdampf“

1907
Beginn der Fernwärmeversorgung

1908
Bau der ersten Gas-Hochdruckleitung

1909
Inbetriebnahme des Wasserkraftwerkes Raisdorf II

1910
Bau des Wasserwerkes Schwentinetal
Erstellung eines Verteilernetzes mit Dreh- bzw. Wechselstrom

1916
Inbetriebnahme des Kraftwerkes Wik

1918 – 1921
Ausbau des Kraftwerkes Wik

1919
Gründung des Schleswig-Holsteinischen Elektrizitätsverbandes und Abgrenzung des Versorgungsgebietes der Städtischen Licht- und Wasserwerke zu Kiel

1922
Übernahme des Wasserwerkes Pries

1924
Übernahme des Wasserwerkes Neumühlen

1928
Gründung der Betriebsgemeinschaft zwischen den Städten Flensburg, Kiel und Neumünster, den Großkraftwerken und dem Schleswig-Hosteinischen Elektrizitätsverband
Bau und Inbetriebnahme des ersten Wasserwerkes Wik

1930
Ausbau der Gasfernversorgung
Beendigung des Einsatzes von Bleirohren im Wasserverteilungsnetz

1935
Beendigung der Umstellung von Gleich- auf Wechselstrom

1937
die „Städtischen Licht- und Wasserwerke“ werden in „Stadtwerke Kiel“ umbenannt
Straßenbeleuchtung wird zu 100 Prozent elektrisch

1942
Erweiterung des Kraftwerkes Wik auf eine elektrische Leistung von 46 Megawatt

1945
Zusammenbruch der Kieler Gasversorgung im Zweiten Weltkrieg

1945-1955
Wiederaufbau der stark zerstörten Kieler Wasserversorgung in der Nachkriegszeit

1946-1948
Wiederaufbau der Fernwärmeanlagen in der Innenstadt in der Nachkriegszeit

1948-1967
Pachtung des ehemaligen Marinekraftwerks Ost <Verlinkung zum Inhalt im Themenreiter>

1949
Erwerb des Grundstücks der im Krieg zerstörten Städtischen Handelslehranstalten im Knooper Weg

1950
Wiederaufbau des Bürogebäudes am Knooper Weg

1950-1964
Umbau des Kraftwerkes Wik

1953
Einführung der Mitteldruckversorgung

1957
Beginn des Einsatzes von Kunststoffrohren in der Wasserversorgung

1960
Ausbau des Fernwärmenetzes in der Innenstadt und Vorstoß in südlich angrenzende Wohngebiete

1960-1962
Anschluss der Kieler Stromversorgung an das NWK-Netz und damit an das europäische Verbundnetz

1962
zweigeschossiger Büro-Neubau am Lessingplatz

1963
Ersatzbau für das Wasserwerk Wik

1963-1967
Aufnahme der Fernwärmeversorgung vom Heizkraftwerk Wik in Richtung Innenstadt, Projensdorf und Suchsdorf

1964
Stilllegung der Gaserzeugung aus Kohle (Kokerei)
Inbetriebnahme der Spaltanlage zur Stadtgaserzeugung in der Wik

1965
Neubau eines fünfgeschossigen Büro- und Verwaltungsgebäudes am Knooper Weg 75
Umgründung des Eigenbetriebes in eine Aktiengesellschaft und Konzernbildung mit der Kieler Verkehrs AG unter dem Dach des Unternehmensverbundes VVK (Versorgung und Verkehr Kiel)

1966
Inbetriebnahme Heizwerk West zur Versorgung von Mettendorf als Inselbetrieb

1970
Inbetriebnahme des Gemeinschaftskraftwerks Kiel (GKK)

1972
Inbetriebnahme Erdgaskaverne in Rönne

1973
Einsatz einer Heizturbine zur Auskopplung von Wärme am Westufer (sog. Kraft-Wärme-Kopplung)
verstärkter Ausbau der Fernwärme in Richtung Innenstadt über Suchsdorf und Projensdorf

1975
Auskopplung von Fernwärme aus der Müllverbrennungsanlage in Kiel (sog. Kraft-Wärme-Kopplung)

1986-1992
Ausbau des GKK zum Heizkraftwerk – die Stadtwerke Kiel AG erhöht ihren Anteil am GKK auf 50 Prozent

1991
Baubeginn für eine größere Gaskaverne im Stadtteil Rönne
Förderung des Kieler Umweltpreises

1992
Fertigstellung des Stadtwerke-Versorgungstunnels (des Fördetunnels)

1994
Umrüstung der Müllverbrennung auf Kraft-Wärme-Kopplung

1998
Einweihung des neuen Erdgasspeichers im Stadtteil Rönne
Neuausrichtung der Energiebranche und Entwicklung neuer Tarife
Beginn Sponsoring des Handballvereins THW Kiel

2000
51 Prozent Mehrheitsanteile der Stadtwerke Kiel AG sollen verkauft werden
Zum ersten Mal: Eröffnung des Stadtwerke Eisfestivals

2002
Beginn der Fernwärmeumstellung von Dampf auf Heizwasser

2003
Zum ersten Mal: Gründung der Segelsport-Projektes Camp 24/7

2004
Betrieb der Biogasanlage des Versuchsguts Futterkamp
Die MVV (Mannheimer Energie AG) übernimmt mit 51 Prozent die Mehrheitsanteile an den Kieler Stadtwerken

2005
Neuaufstellung der Stadtwerke Kiel nach Richtlinien des Unbundling
Neues Kieler Energiekonzept zur Ablösung des GKK im Jahr 2015
Sponsoring-Beginn: Schuldner- und Insolvenzberatung in Zusammenarbeit mit Lichtblick e.V.

2006
Baubeginn des dritten Kavernen-Speichers in Rönne

2007
Start des Sponsorings über den Schulfonds 24/7

2008
Sanierungsbeginn des Stadtwerke-Versorgungstunnels („Fördetunnels“)
Erstes BHKW für Schulen finanziert über den Schulfonds 24/7

2009
Baubeginn für das neue Verwaltungsgebäude der Stadtwerke im Uhlenkrog Stadtteil Hassee
Beginn des Trikotsponsorings im Breitensport

2010
Erste Schulveranstaltungen finanziert über den Schulfonds 24/7

2011
Umzug und Standortkonzentration in Richtung Hassee
Gründung der Shared-Services-Center GmbH im MVV-Verbund
Eröffnung des Energiezentrums am Asmus-Bremer-Platz

2012
umfangreiche Investitionen in die Trinkwasserqualität
Beginn Sponsoring Segelschulschiff „Thor Heyerdahl“
Beginn Sponsoring Bildungsprojekt „Kieler Forschungswerkstatt“

2013
Sanierung des Wasserkraftwerkes an der Schwentine
Fertigstellung der Sanierung des Kieler Versorgungstunnels unter der Förde
Beginn Unterstützung Umweltinitiative Kollhorst e.V.

2014
Gasanbindung für GHKW begonnen
Dritte Gaskaverne in Betrieb
Baubeginn Wärmespeicher

2015
Vertrag für GHKW mit Partnern unterzeichnet
Stadtwerke unter den 100 innovativsten Mittelstandsunternehmen

Gas

1856

Angefangen hat die Kieler Gasversorgung mit der Beleuchtung der Stadt. Bereits damals im 19. Jahrhundert trat das Gas in Konkurrenz zum Mineralöl und seinen Produkten. Die 141 »öffentlichen Ölfunzeln« in Kiel wurden am 11.11.1856, einem Tag mit Regen und Sturm, durch die moderne Gas-Straßenbeleuchtung ersetzt.

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An diesem Tag wurde auf dem früheren Waschhof am Kleinen Kiel, dort, wo heute das Rathaus steht, die erste Kieler Gasanstalt in Betrieb genommen.

Aus dem Nähkästchen: Der Kieler Kaufmann und Stadtverordnete Wilhelm Ahlmann ergriff 1854 die Initiative und entwarf konkrete Pläne für den Bau der Gasanstalt. Zu diesem Zeitpunkt gab es in Deutschland bereits in 87 Städten genau solche Anstalten.

1880

Die Gaardener Gasanstalt betreibt seit diesem Jahr auf dem Gelände der Germaniawerft ein Gaswerk für den Ortsteil Gaarden.

1887

Ein zweites Gaswerk wird in Kiel in Betrieb genommen. Es befindet sich am Rondeel und verfügt über Retortenöfen. Der Bau dieses Gaswerks war notwendig, weil die Kapazitäten des ersten Gaswerks mitten in der Stadt nicht mehr ausreichten und auch nicht weiter ausgebaut werden konnten. Die Anlage produzierte zu Beginn zunächst 9.000

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Kubikmeter Gas täglich. Im Jahr 1890 erreichte sie dann mit 18.000 Kubikmetern täglich ihre Kapazitätsgrenze. 1913 wurde die Anlage wieder stillgelegt.

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1898

Der Bau des Gaswerks Wik I wird vollendet. Die Anlage mit ihren Schrägretortenöfen liegt am Kaiser-Wilhelm-Kanal.

Aus dem Nähkästchen: Das Gelände der alten Gaswerke Wik I und II wurde über die Jahrtausendwende aufwändig saniert. Erklärtes Ziel damals: die Ansiedlung von transportintensivem Gewerbe. Kiel hat sich über die Zeit zu einer wichtigen Großstadt im Norden entwickelt. Der sanierte Standort erfreut sich großer Beliebtheit und trägt seinen Teil zur Attraktivität der Stadt Kiel als Wirtschaftsstandort bei.

1900

Das erste Gaswerk Gaardens wird mit der Inbetriebnahme des zweiten Gaswerks in der Ernestinenstraße ersetzt. Das Gaswerk blieb bis 1917 in Betrieb. Heute steht dort eine Übernahmestation.

1908

Die erste Kieler Gas-Hochdruckleitung wird gebaut. Sie hat einen Durchmesser von 225 Millimetern und eine Länge von sieben Kilometern und verläuft vom Gaswerk Wik I zum Rondeel.

1930

Die Gasfernversorgung wird ausgebaut. Es wird eine Leitung vom Gaswerk in Malente in Richtung Kiel bis nach Plön gelegt.

1945

Die Kieler Gasversorgung bricht nach einem großen Luftangriff im Zweiten Weltkrieg zusammen. Das Gaswerk Wik erhielt allein 40 Volltreffer. Jedoch bereits Ende 1945 erfolgt schon die erste Gaslieferung aus dem wieder aufgebauten Gaswerk Wik. Die Horizontalkammeröfen haben eine Leistungsfähigkeit von 200.000 Kubikmetern

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Gas und 480 Tonnen Koks pro Tag. Bis 1946 sind die größten Kriegsschäden der Gasversorgung beseitigt.

1953

Die Mitteldruckversorgung mit einer Gasverteilung mit Betriebsdruck von 500 Millibar (mbar) bis ins Haus wird eingeführt. Im Haus erfolgte dann das Herunterregeln des Betriebsdrucks über Hausregler auf Brennerdruck. Als erster Ort wurde Schönkirchen angeschlossen. Im gleichen Jahr erfolgte der Anschluss der Stadt Schleswig an das Kieler Fernversorgungsnetz, an das inzwischen die Städte Preetz (1935), Plön (1936), Malente (1937), Eckernförde (1942), Eutin (1943), Bordesholm (1949) und Einfeld (1950) angeschlossen waren.

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1972

Die Stadtwerke nehmen die bundesweit erste unterirdische Erdgaskaverne in Rönne offiziell für die Speicherung von zwei Millionen Kubikmetern Erdgas in Betrieb. Die unterirdischen Speicher sollen den Kunden der Stadtwerke in den kommenden Jahren eine krisenfeste Vorratshaltung in einer technisch sicheren Lagerstätte garantieren.

1998

Einweihung eines neuen Erdgasspeichers im Stadtteil Rönne. Die zweite Erdgaskaverne wird in Betrieb genommen (K102). Jetzt können zusätzlich 48 Millionen Kubikmeter Erdgas gespeichert werden.

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2006

In Rönne wird der Bau eines dritten Kavernenspeichers (K103) begonnen. Der neu entstandene Hohlraum in 1.600 Metern Tiefe soll einen Durchmesser von bis zu 75 Metern und eine Höhe von 240 Metern haben.

2014

Für das geplante GHKW, das auf dem Kieler Ostufer das Gemeinschaftskraftwerk ablösen soll, investieren die Stadtwerke in den Ausbau ihres Gasnetztes. Es wird eine neue sechs Kilometer lange Gasleitung zwischen dem Stadtteil Gaarden und dem geplanten Kraftwerksstandort gebaut.

GHKW

Weitere Maßnahmen gewährleisten dann später auch den Anschluss an die Gasfernleitungen. So wird sichergestellt, das Gas am Ostufer in ausreichender Menge und mit genügend Druck zur Verfügung steht.

Der Bau eines dritten Kavernenspeichers (K103) ist abgeschlossen. In dem neuen unterirdischen Speicher können nun weitere 35 Millionen Kubikmeter komprimiertes Erdgas gelagert werden. Diese Menge reicht aus, um 30.000 Haushalte ein Jahr lang zu beheizen. Das Speichervermögen der Kavernen bildet nicht nur ein großes Sicherheitspolster in Zeiten hohen Verbrauchs. Es gewährleistet zudem, dass das Kieler Erdgas als umweltschonender Energieträger jederzeit in großen Mengen und trotz unterschiedlicher Marktverhältnisse zu stabilen Preisen verfügbar ist.

Wasser

1879

Das erste Kieler Wasserwerk wird an der Alten Lübecker Chaussee, neben der Eisenbahnlinie Kiel-Altona, gebaut. Das Werk blieb bis 1896 in Betrieb.

Aus dem Nähkästchen: Die erste Versorgung über eine Wasserleitung ist sogar schon aus dem Jahr 1284 dokumentiert. Woher das Wasser für die Stadt damals kam, ist unbekannt. Man vermutet aber, dass die Leitung aus Teichen gespeist wurde und dass das Wasser von dort aus mit Hilfe von natürlichem Gefälle in die Innenstadt (Holstenstrasse) fließen konnte.

1889

Am 28. Oktober 1887 beschloss der Magistrat der Stadt Kiel auf Antrag der Wasserkommission, am Schulensee ein Wasserwerk zu errichten. Die Bedingungen: Maschinen, Filter und Klärbassin sollten für 5.000 Kubikmeter pro Tag konstruiert sein.

Ein Jahr und vier Monate später – nämlich genau am 4. Januar 1889 – wurde das Wasserwerk Schulensee dann in Betrieb genommen.

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1898

Schon bald reichte die Pumpleistung in den Wasserwerken für die ständig wachsende Stadt nicht mehr aus. Der 1898 fertiggestellte Wasserturm Ravensberg sollte Abhilfe schaffen. Schon durch das natürliche Gefälle aus dem 15 Meter höher liegenden Ringbehälter konnte der Wasserdruck in den Haushalten verbessert werden. Ein Erdbehälter mit 2.500 Kubikmetern diente zusätzlich als Speicher.

Erst 1990 wurde der obere Behälter stillgelegt, da durch moderne Pumpen der Wasserturm in der Versorgung keine Rolle mehr spielte. Der Erdbehälter diente noch länger als Speicher, bis der Turm im Jahr 2000 an einen Unternehmer verkauft wurde.

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Aus dem Nähkästchen: Noch heute ist der Turm weithin sichtbar und durch seine exponierte Lage über der Stadt ein beliebtes Objekt. Wegen seiner einmaligen Akustik wurden im Turm jahrelang Musik- und Theaterveranstaltungen durchgeführt. Seit 2012 wird der Turm umgebaut und mit Wohnungseinheiten ausgestattet. Ab 2016 können die Bewohner einziehen.

1910

Der Wasserbedarf der Stadt Kiel stieg und stieg. Ein neues Wasserwerk musste her. Ausgewählter Ort: Das Schwentinetal auf dem Ostufer. Das umliegende Gebiet wurde zum Wasserschutzgebiet erklärt, denn die Förderung des Wassers erfolgte aus etwa 30 Metern Tiefe. Mit diesem Wasserwerk konnten nun die umliegenden Ortsteile versorgt werden.

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Das 1904 erbaute Wasserkraftwerk Raisdorf I lieferte im Jahr 2014 eine Gesamtleistung von 1,2 Megawatt. Das Wasserkraftwerke Raisdorf II existiert seit 1909 und produzierte 2014 rund 0,75 Megawatt Strom. Die beiden Kraftwerke konnten so seit ihrer Erbauung an der Schwentine über 500 Millionen Kilowattstunden "grüne" Energie liefern.

Aus dem Nähkästchen: Der Erdbehälter am Heidberg (Elmschenhagen) dient auch heute noch als Wasserspeicher.

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1928

Das Wasserwerk Wik wird gebaut und noch im selben Jahr in Betrieb genommen.

1930

Umfangreiche Rohrarbeiten standen an, denn Bleirohre sollten nicht länger im Wasserverteilungsnetz und zu den Hausanschlüssen eingesetzt werden.

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1963

Es wird ein strahlengeschütztes Wasserwerk gebaut als Ersatzbau für das Wasserwerk Wik.

2012

Die Stadtwerke Kiel investieren rund 450.000 Euro in die exzellente Kieler Trinkwasserqualität. Das Wasserwerk Schulensee ist das größte der vier Wasserwerke, mit denen die Stadtwerke das qualitativ sehr gute Grundwasser zu hochwertigem Trinkwasser aufbereiten. Das Wasserwerk Schulensee ist neben den Werken Pries, Wik und im Schwentinetal ein

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wichtiges Teilstück der Versorgungsinfrastruktur. Es werden in einem ersten Schritt vier der acht Verdüsungs- und Filterkammern saniert.

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Das Kieler Trinkwasser wird von Experten immer wieder überprüft und wird als qualitativ sehr gut bewertet. Das Kieler Wasser, das Ausgangsprodukt, stammt aus dem „Kieler Trog“, aus tertiären Braunkohlesanden, ist besonders rein und bis zu 6.000 Jahre alt.


2014

125-Jahre Kieler Trinkwasser: Mit einer großen Jubiläumsfeier begehen die Stadtwerke und zahlreiche Besucher das Jubiläum des Kieler Trinkwassers auf dem Gelände des Wasserwerks Schulensee. Mit dem Betriebsbeginn des Wasserwerks am 4. Januar 1889 sollten hier 5.000 Kubikmeter Wasser täglich aufbereitet werden. Das Wasserwerk war von Anfang an so angelegt, dass man es jederzeit auf eine Leistung von 20.000 Kubikmetern erweitern kann. Eine

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Vorgabe, die zum damaligen Zeitpunkt geradezu visionär ist – und doch aus heutiger Sicht eher bescheiden erscheint. Inzwischen geben die Stadtwerke im Juni durchschnittlich mehr als 56.000 Kubikmeter Trinkwasser an ihre Kunden ab – bis zu 30.000 Kubikmeter allein aus dem Wasserwerk in Schulensee.

2015

Im Frühjahr beginnt der Bau eines neuen unterirdischen Trinkwasserspeichers in Kiel-Projensdorf. Er löst ab 2016 das dortige alte Wasserwerk ab, das seit 50 Jahren die Versorgung des Stadtteils sichert – die Versorgung von rund 11.000 Haushalten im Kieler Norden. Die zwei 900 Kubikmeter großen Behälter aus Beton werden weitgehend in den Boden eingelassen und der Erdhügel bepflanzt. Der neue Trinkwasserspeicher unterstützt dann ab Ende 2016 die Stabilität des gesamten Kieler Versorgungsnetzes.

Strom

1881

Die erste Elektrizitätsstation wird in Betrieb genommen. Sie befand sich in der Maschinenfabrik, Gießerei und Kesselschmiede der Gebrüder Howaldt am Eisenbahndamm.

1901

Mit der Inbetriebnahme des städtischen Kraftwerks Humboldtstraße versorgten die Städtischen Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke zu Kiel zum ersten Mal die Stadt mit Strom. Die elektrische Leistung des Kraftwerks lag damals bei 550 Kilowatt. Die Gleichstrom Stromverteilung verfügte über ein 3-Leiter-System mit 2x220 Volt. Damals üblich waren im Allgemeinen nur 110 Volt.

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Aus dem Nähkästchen: Heute, also 2015, sehen die Dimensionen anders aus. Jetzt steht das wichtigste Kraftwerk der Landeshauptstadt auf dem Kieler Ostufer. Das Gemeinschaftskraftwerk (kurz GKK) der Stadtwerke Kiel AG und des Unternehmens E.ON wurde 1970 erbaut, wird mit Steinkohle befeuert und bringt aktuell eine Leistung von 354 Megawatt.

Nach einem aufwändigen Umbau liefert das GKK seit 1992 zusätzlich Wärme – die Kraft-Wärme-Kopplung macht es möglich. Als sogenanntes Grundlastwerk bildet es seitdem die Basis der Kieler Fernwärmeversorgung. Bei Spitzenbedarf produziert das GKK bis zu 50 Prozent der Wärme der Kieler Haushalte, die an das Fernwärmenetz angeschlossen sind.

1903

Das Wasserkraftwerk Raisdorf I der Familie Howaldt wird in Betrieb genommen. Noch heute sind dieses und das später gebaute zweite Wasserkraftwerk in Betrieb. Zuletzt wurde das Wasserkraftwerk 2004 aufwändig von Grund auf saniert.

Das ab 1903 erbaute Wasserkraftwerk Raisdorf I lieferte im Jahr 2014 eine Gesamtleistung von

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1,2 Megawatt. Das Wasserkraftwerk Raisdorf II existiert sein 1909 und produzierte 2014 rund 0,75 Megawatt Strom. Die beiden Kraftwerke lieferten seit ihrer Erbauung an der Schwentine über 500 Millionen Kilowattstunden „grüne“ Energie.

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1909

Das zweite Wasserkraftwerk Raisdorf II der Familie Howaldt wird in Betrieb genommen. Es verfügt über drei Francisturbinen. Im gleichen Jahr wird das Wasserkraftwerk Raisdorf I aufgerüstet und bekommt eine Kapitalturbine mit BBC-Generator.

Aus dem Nähkästchen: Im Jahr 1916 kauften die damaligen Städtischen Licht- und Wasserwerke zu Kiel die Wasserkraftwerke von der Familie Howaldt.

1918-1921

Das Kraftwerk Wik wird zum „Groß“-Kraftwerk ausgebaut. Die elektrische Leistung steigt allein in dieser ersten Ausbaustufe auf 18 Megawatt.

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1948-1967

Das ehemalige Marinekraftwerk Ost wird von der Oberfinanzdirektion gepachtet. Die elektrische Leistung beträgt im Endausbau 22 Megawatt. Aus dem Kraftwerk Ost wird Industriedampf an die Howaldtswerke in Dietrichsdorf geliefert.

1950-1964

Das Kraftwerk Wik wird erneut umgebaut. Seine elektrische Leistung steigt mit dem Umbau auf 100 Megawatt.

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1970

Das Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) wird zunächst als reine „Stromfabrik“ in Betrieb genommen. Es hat eine Leistung von 320 Megawatt. Die Betreiber sind die Stadtwerke Kiel mit einem Anteil von 33 Prozent und die Preußen Elektra – heute E.ON. Als Primärenergie wird Kohle eingesetzt, die zunächst mit Güterzügen, später dann mit Schiffen über den Kohlepier in der Förde geliefert wird.

1998

Die Neuausrichtung der Energiebranche bringt die Liberalisierung der Stromnetze mit sich. Das bedeutet, jeder Stromkunde kann zu einem anderen Anbieter wechseln. Billigstromanbieter entstehen. Auch die Stadtwerke passen ihre Produkt- und Preispolitik an und entwickeln zum Beispiel den Kiel-Spezial Tarif.

2004 - 2007

Für eine aufwändige Sanierung des 1909 errichteten Wasserkraftwerks II investieren die Stadtwerke rund 500.000 Euro. Im Rahmen der Sanierung muss von Oktober bis Dezember 2004 das Wasser im Rosensees teilweise abgelassen werden, um das Wasserkraftwerk trocken zu legen. Danach wird an die Schwentine nach Umweltvorgaben eine Fischtreppe neben das Kraftwerk gebaut, die Fischen den Weg durch die

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Gewässer, die Schwentine und den Rosensee, ermöglicht. So wird der umweltfreundliche Betrieb des Wasserkraftwerks fischfreundlich gestaltet. Die Kosten in Höhe von 150.000 Euro für die Fischtreppe werden überwiegend von EU-Mitteln finanziert.

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2004

Seit Ende 2004 betreiben die Stadtwerke Kiel die Biogasanlage, das Versuchsgut Futterkamp. Die Anlage produziert umweltverträglich Strom und Wärme. Das Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp liefert im Rahmen eines Contracting-Vertrags mit seinen 180 Milchkühen und 600 Mastschweinen der Biogasanlage den Rohstoff Gülle. Eigentümer und Betreiber der

Biogasanlage sind die Stadtwerke. Aus jährlich 12.00 Tonnen Gülle und 5.500 Tonnen Mais wird das Biogas erzeugt, das von einem 330-Kilowatt-Gasmotor in Strom und Wärme umgewandelt wird. Der Strom wird ins Netz eingespeist, mit der Wärme werden die Gebäude des Lehr- und Versuchsguts der Landwirtschaftskammer versorgt.

2013

Das Wasserkraftwerk an der Schwentine wird von Mai bis Oktober saniert. Die Stadtwerke Kiel investieren rund 1,5 Millionen Euro. In diesem Zuge erhält das 1904 erbaute und unter Denkmalschutz stehende Kraftwerk direkt an der Rastorfer Mühle eine weitere Turbine. Mit dieser neuen Anlage ist dann auch bei niedrigen Wasserabflüssen eine regenerative Stromerzeugung gewährleistet.

2014

Strom aus dem eigenen Keller mit einem neuen Konzept: Ein Blockheizkraftwerk in der Schilkseer Graf-Luckner-Straße wird von den Stadtwerken Kiel aufgestellt und produziert mit umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung bis zum 350 Megawattstunden (MWh) Strom sowie 1.170 MWh Nutzwärme. Aufgrund der Anlagennähe bieten die Stadtwerke erstmals für Kiel den direkt vor Ort wohnenden Mietern auch die Möglichkeit, den in der Heizzentrale produzierten Strom direkt zu beziehen. Üblicherweise fließt dieser in das Leitungsnetz der Stadtwerke Kiel.

Seit Dezember bieten die Stadtwerke auch Solar-Anlagen für Hausbesitzer über ihr Internet-Portal an.

2015

Die Vorbereitungen für das geplante Kraftwerk am Ostufer laufen. Es soll das Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) 2018 ablösen, da dieses dann das Ende seiner Laufzeit erreicht hat. Durch die modulare Bauweise ist das geplante Gasheizkraftwerk in der Lage, jederzeit auf die Anforderungen des Energiemarkts zu reagieren und Netzschwankungen auszugleichen. Das schnell regelbare GHKW mit Gasmotoren kann aus dem

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Stillstand in weniger als fünf Minuten auf die Nennleistung von 190 Megawatt elektrisch gefahren werden. Beim Betrieb des Kraftwerks kann gleichzeitig ein Fernwärmebedarf von 192 Megawatt thermisch erzeugt und die überschüssige Wärme in einen zurzeit bereits im Bau befindlichen Wärmespeicher eingelagert werden. Zudem ist ein Elektrodenkessel vorgesehen, durch den bei geringem Wärmebedarf in Kiel überschüssiger Strom aus dem Netz abgenommen werden kann. Mit diesem Strom kann dann Wasser im Kessel aufgeheizt werden, um dieses dann im Wärmespeicher zu verwahren.

Am 3. August werden in Kiel maßgebliche Verträge für ein Kraftwerksprojekt unterzeichnet. Die Stadtwerke Kiel erklären damit ihre Absicht, das Gasmotorenheizkraftwerk (GHKW) mit dem Generalunternehmer Kraftanlagen München (KAM) und seinem Partner Jenbacher Gasmotoren von GE zu bauen.

Wärme

1905

Mit dem Ausbau des Kraftwerkes Humboldtstraße konnte erstmals die Beheizung des eigenen Verwaltungs- und Lagergebäudes mit dem „Abdampf“ vorgenommen werden: die Geburtsstunde der heutigen Fernwärme in Kiel.

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1907

Die Handwerkerschule am Knooper Weg und etwas später auch ein Gymnasium und eine Mädchenschule werden an die Fernwärmeversorgung angeschlossen.

Aus dem Nähkästchen: Die erste Zusammenarbeit mit einem Wärmelieferanten gab es erst im Jahr 1921. Man schloss einen Vertrag mit der Firma R.O. Meyer, die Dampf vom Kraftwerk an der Humboldtstraße abnahm und in der Innenstadt verteilte. 1937 sollte die Netzlänge bereits 2.400 Meter betragen und 55 Abnehmer umfassen, bis im Krieg ein großer Teil dieser Arbeit wieder zerstört werden würde.

1986-1992

Das neue Kieler Energiekonzept beinhaltet, dass der Ausbau der Fernwärme auf dem Ostufer vorangetrieben wird.

Das GKK wird zum Heizkraftwerk umgebaut, die Stadtwerke Kiel AG erhöht ihren Anteil auf 50 Prozent. 1988 wird der Fernwärme-Versorgungstunnel unter der Schwentine vom GKK in Richtung Ostuferstadtteile in Betrieb genommen.

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Das Heizkraftwerk in der Wik wird stillgelegt, da die Auflagen zur Rauchgasreinigung nur mit großem finanziellem Aufwand möglich wären.

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1992

Neben dem Bau des Gemeinschaftskraftwerks Kiel (GKK) erfolgte ab 1988 auch der Bau eines großen Versorgungstunnels unter der Förde. Der Fördetunnel ist 1992 fertig gestellt. Damit ist die Versorgung des Westufers mit Fernwärme aus dem GKK gewährleistet.

1994

Die Müllverbrennung wird umgerüstet für die Kraft-Wärme-Kopplung und mit einer weiteren Leitung in Richtung Mettenhof ausgestattet, die eine Ringversorgung in Kiel ermöglicht. Die ehemalige Insellage von Mettenhof entfällt damit und das Heizwerk wird in die Fernwärmeversorgung integriert. 1996 ist die Anlage ein Müllheizkraftwerk.

In der neu eingerichteten Fernwärmeleitstelle wird das gesamte Netz nun 24 Stunden überwacht.

Seit 1998 ist sie nicht mehr im Besitz der Stadtwerke. Sie ist seitdem eine Kommanditgesellschaft, an der die Landeshauptstadt Kiel mit 51 Prozent und die Remondis GmbH & Co. KG mit 49 Prozent beteiligt sind. Doch sie liefert den Stadtwerken noch immer 30 Megawatt (thermisch) und 5,8 Megawatt (elektrisch).

2008

Beginn der Sanierung des Versorgungstunnels unter der Förde. 2005 ist bei Kontrollen festgestellt worden, dass die alten Betonsegmente mit dem umgebenden salzhaltigen Meeresboden eine chemische Reaktion eingegangen sind. Dadurch ist der Beton porös geworden. Im Rahmen der Sanierung werden ab Mai 450 jeweils drei Meter

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lange und 30 Tonnen schwere Tunnelsegmente in den Tunnel geschoben, um eine neue Innenröhre einzufügen.

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2013

Die Sanierung des Kieler Versorgungstunnels unter der Förde wird im Januar 2013 abgeschlossen. Der 1.368 Meter lange Fördetunnel ist seit 20 Jahren der kürzeste Weg vom West- zum Ostufer. 17,5 Millionen Euro haben die Stadtwerke Kiel in die Sanierung des Bauwerks investiert. Der Tunnel ist die Grundlage des Fernwärme-Ringnetzes,

das die Haushalte auf dem West- und Ostufer mit Heizwasser versorgt. Insgesamt sind über 70.500 Wohneinheiten in Kiel an die Fernwärme angeschlossen. Außerdem treiben die Stadtwerke von März die Modernisierung der Fernwärmeversorgung in der Kieler Innenstadt voran und investieren rund 5,3 Millionen Euro.

Aus dem Nähkästchen: Seit 2002 stellen die Stadtwerke die Versorgung von Dampf auf Heizwasser um, da diese Technologie noch wirtschaftlicher und ökologischer ist. Durch die niedrigeren Temperaturen und fortschrittlichere Isolierungsmaterialien kommt es zu weniger Wärmeverlusten. Aller Voraussicht nach soll die Umstellung auf Heizwasser im gesamten Kieler Dampfnetzgebiet bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

2014

Strom aus dem eigenen Keller mit einem neuen Konzept: Ein Blockheizkraftwerk in der Schilkseer Graf-Luckner-Straße wird von den Stadtwerken Kiel aufgestellt und produziert mit umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung bis zum 350 Megawattstunden (MWh) Strom sowie 1.170 MWh Nutzwärme. Aufgrund der Anlagennähe bieten die Stadtwerke erstmals für Kiel den direkt vor Ort wohnenden Mietern auch die Möglichkeit, den in der Heizzentrale produzierten Strom direkt zu beziehen. Üblicherweise fließt dieser in das Leitungsnetz der Stadtwerke Kiel.

Der TÜV Nord bestätigt den Stadtwerken, dass ihre Versorgung noch umweltfreundlicher geworden ist. Der so genannte Primärenergiefaktor, der das Verhältnis von eingesetzter und erzeugter Energie darstellt, ist um rund 25 Prozent auf 0,47 gesunken. Seit 2002 stellt das Unternehmen die Fernwärmeversorgung von Dampf auf Heizwasser um.

2015

Da das GKK das Ende der technischen Laufzeit erreicht, muss eine Nachfolgelösung für die Fernwärmeversorgung in Kiel gefunden werden. Das geplante Gasheizkraftwerk ist sehr flexibel und umweltfreundlich. Durch die modulare Bauweise ist es in der Lage, jederzeit auf die Anforderungen des Energiemarkts zu reagieren und Netzschwankungen auszugleichen. Das nun geplante, schnell regelbare GHKW mit Gasmotoren kann aus dem Stillstand in weniger

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als fünf Minuten auf die Nennleistung von 190 Megawatt elektrisch gefahren werden. Beim Betrieb des Kraftwerks kann gleichzeitig ein Fernwärmebedarf von 192 Megawatt thermisch erzeugt und die überschüssige Wärme in einen Wärmespeicher eingelagert werden. Der Bau des 42.000 Kubikmeter Wasser fassenden Wärmespeichers beginnt 2015. Die Stadtwerke investieren rund 18,5 Millionen Euro in dieses zukunftsweisende Projekt. Der 60 Meter hohe Zylinder bietet in Kombination mit dem Auslaufbetriebes des Gemeinschaftskraftwerks und dem geplanten Gasheizkraftwerk wirtschaftliche Vorteile. Auch ein Elektrodenkessel ist vorgesehen, durch den bei geringem Wärmebedarf in Kiel überschüssiger Strom aus dem Netz abgenommen werden kann. Mit diesem Strom kann dann Wasser im Kessel aufgeheizt werden, um dieses dann im Wärmespeicher zu verwahren.

Am 3. August werden in Kiel maßgebliche Verträge für das innovative Kraftwerksprojekt unterzeichnet. Die Stadtwerke Kiel erklären damit ihre Absicht, das Gasmotorenheizkraftwerk (GHKW) mit dem Generalunternehmer Kraftanlagen München (KAM) und seinem Partner Jenbacher Gasmotoren von GE zu bauen.

Sponsoring

1991

Der Kieler Rat beschließt die Förderung des "Stadtwerke Kiel Umweltpreises". Dieser Umweltpreis wird von den Stadtwerken Kiel finanziert. Der Preis, der von der Stadt und den Stadtwerken Kiel 1992 erstmals verliehen wurde, möchte das vorbildliche Engagement von Einzelnen oder von Gruppen sowie Institutionen für den Umweltschutz in Kiel würdigen.

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1998

Die Stadtwerke Kiel unterstützen den Handballverein THW Kiel. Hieraus entsteht anlässlich des 100-jährigen Vereinsbestehens im Jahr 2000 eine Ausstellung im damaligen Kundenzentrum mit dem Titel „Energie & Handball in Kiel“.

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2000

Die Stadtwerke Kiel als Titelsponsor stellen für das Eisfestival sowohl Strom als auch Wasser zur Verfügung und sichern mit ihrem Engagement, dass dieses Highlight in Kiel jedes Jahr wieder stattfinden kann. Die Eisfläche auf dem Rathausplatz ist ca. 1.100 Quadratmeter groß. Seit 2010 hat die Eisbahn ein Dach, das alle Eislauffans vor Wind, Regen und Schnee schützt

und davon unabhängig macht. Seit 2010 wechselte die Eisbahn ihren Standort auf den Holstenplatz und dann auf den Rathausplatz. Die Eislauffläche ist nun rund 700 Quadratmeter groß.Rund 300.000 große und kleine Menschen haben im Laufe der Jahre das Kufenvergnügen genossen.

2003

Die Stadtwerke Kiel ermöglichen seit 2003 jedes Jahr von Mai bis September Tausenden Menschen in Kiel und der Umgebung segeln zu lernen. Das Segelprojekt wurde schon mehrfach ausgezeichnet und lockt jährlich über 7.300 Teilnehmer an die Kieler Innenförde.

Mehr Informationen gibt es hier:
www.camp24-7.de

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2005

Im November 2005 gab es von den Stadtwerken Kiel die erste Aktion, Kunden mit Zahlungsschwierigkeiten mit einer Schuldnerberatung zu unterstützen. Erst riefen die Stadtwerke 2005 ein einzigartiges Pilotprojekt für in finanzielle Not geratene Kieler ins Leben – in Kooperation mit der Kirche, dem Kieler Jobcenter sowie dem Umweltamt.

Seit 2008 besteht eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Verein Lichtblick e.V., der mit finanzieller Unterstützung der Stadtwerke Kiel eine Schuldner- und Insolvenzberatung anbietet.

Der „R.SH Adventskalender“ macht vielen Menschen im Land eine Freude in der Vorweihnachtszeit. Die Stadtwerke fördern in diesem Rahmen verschiedene ehrenamtliche Projekte und Initiativen. Sie erhalten von den Stadtwerken ein Dankeschön für ihr Engagement.

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2007

Mit der Entwicklung des Ökostrom-Angebots wurde der Schulfonds 24/7 Ende Oktober ins Leben gerufen. Mit den Schulfonds werden seither landesweit Schulprojekte, die sich mit dem Thema „Ausbau regenerativer und umweltschonender Energieversorgung“ widmen, unterstützt.


Hintergrund: Um die Finanzierung der Schulfonds 24/7 dauerhaft zu sichern, füllen wir den Fonds durch unser Ökostromprodukt 24/7 StromNatur. Mit jeder Kilowattstunde dieses Produktes fließen 0,5 Cent direkt in den Fonds.

2008

Das erste BHKW (Blockheizkraftwerk) für Schulen wurde aus dem Schulfonds 24/7 gebaut. Weitere sollten folgen: Grund- und Hauptschule Holtenau 2008, Astrid-Lindgren-Grundschule 2009, Mielkendorfer Grundschule Ende 2009.

Die Stadtwerke Kiel unterstützen auch den Fußballverein Holstein Kiel. Der Verein ist im Jahr 2015 in der dritten Bundesliga.

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2009

Auch der Breitensport soll gefördert werden. Die Stadtwerke Kiel unterstützen Vereine ab sofort mit Trikotsponsoring. Die Vereine können sich so Trikotsätze mit einer nur geringen Eigenbeteiligung zulegen.

2010

Die Stadtwerke ermöglichen mit dem Schulfonds 24/7 für Kieler Schulen verschiedene Projekttage in Zusammenarbeit mit dem Verein „Deutsche Umwelt-Aktion e.V.“: „Aktionstage Energie und Klima“, „Erneuerbare Energien“ und „Elektromobilität“. Außerdem gibt es Klimavorträge mit externen Experten wie Dr. Meeno Schrader.

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2012

Seit Juni 2012 bekommt die „Thor Heyerdahl“ – ein Segelschulschiff mit Geschichte – Unterstützung. Junge Menschen sollen auf dem Schiff die Möglichkeit haben, Verantwortung zu tragen und gesellschaftlich wichtige Werte zu lernen. Aber auch Menschen, für die nicht alle Möglichkeiten im Leben selbstverständlich sind, sollen von der „Thor Heyerdahl“ profitieren.

So ermöglichen die Stadtwerke zum Beispiel schon dem SOS Kinderdorf Schleswig-Holstein und Menschen mit Behinderung ein unvergessliches Erlebnis auf dem Traditionssegler. Auch als besonderer Dank für Ehrenamtliche in Kiel wird eine Fahrt mit dem Segelschiff ermöglicht.

Die Kieler Forschungswerkstatt wird ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Aus Bildung wird Zukunft“ können Schüler hier verschiedenste Forschungsprojekte aus dem Bereich Energie umsetzen. Die Forschungswerkstatt wird realisiert durch den Schulfonds 24/7 in Zusammenarbeit mit dem Forschungsforum Schleswig-Holstein e.V. und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Die Stadtwerke fördern das „Energielabor“ in der Forschungswerkstatt.

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2013

Ein neues „Freiluft“-Sponsoring-Projekt ist die Unterstützung des Vereins „Kollhorst e.V.“. Hier können Kinder und Jugendliche an verschiedenen Projekten in der Natur teilnehmen und ihre Umwelt und das Tierreich kennenlernen. Auch für den Schutz der Fledermäuse haben sich die Stadtwerke Kiel eingesetzt und einen Scheck an den Verein übergeben.

Die Stadtwerke Kiel setzen sich nun auch für die regionale Jugend- und Bildungsarbeit im Rahmen des neu gegründeten Kieler Spendenparlaments ein. So werden verschiedene große und kleine soziale Projekte und Initiativen in Kiel gefördert. Das Parlament bietet engagierten Bürgern eine lokale Plattform, um über die Spendengeldvergabe abzustimmen.

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2015

Kultureller Höhepunkt in der Freiluftsaison: Die Stadtwerke unterstützen die Kieler Sommeroper, ein Musikereignis für Klassikfans, das unter freiem Himmel in der Kieler Innenstadt stattfindet.

Eigentum & Strategie

1856 & 1859

Die Städtische Gasbeleuchtungsanstalt wird gegründet. Drei Jahre später bekommt sie ihr eigenes Siegel.

1900

Die Städtische Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke werden gegründet, der historische Vorläufer der Stadtwerke Kiel AG. Sie erhalten ihr eigenes Siegel. Ein Jahr später beginnt die Stromversorgung durch das Kraftwerk Humboldtstraße.

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1870

Zur Städtischen Gasanstalt werden die städtischen Wasserwerke gegründet. Bis zum Bau des ersten Wasserwerkes an der Alten Lübecker Chaussee sollte es aber noch neun Jahre dauern.

1905-1937

Die Stadtwerke nennen sich in dieser Zeit "Städtische Licht- und Wasserwerke zu Kiel".

1937-1965

Die Stadtwerke Kiel sind ein Eigenbetrieb der Stadt Kiel. Aufgrund der vom damaligen Bürgermeister erlassenen Betriebssatzung wird der Name „Städtische Licht- und Wasserwerke“ am 1. Mai 1937 in „Stadtwerke Kiel“ geändert.

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1949

Nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt der Wiederaufbau der Stadt, die aufgrund ihrer stark ausgebauten Kriegsindustrie Ziel zahlreicher Bombenangriffe gewesen ist. Man erwirbt das Grundstück der im Krieg zerstörten Städtischen Handelslehranstalten für ein neues Betriebsgelände der Stadtwerke Kiel. Damit findet eine Arrondierung des Geländes

Humboldtstraße, Knooper Weg, Lessingplatz und Goethestraße für die Stadtwerke statt.

1965

Umgründung des Eigenbetriebes in eine Aktiengesellschaft und Konzernbildung mit der Kieler Verkehrs-AG (KVAG) unter dem Dach des Unternehmensverbundes VVK (Versorgung und Verkehr Kiel). Durch die Zusammenlegung zu einer Holding zielt die Landeshauptstadt darauf ab, das Verlustgeschäft der Verkehrs-AG auszugleichen.

Neubau eines fünfgeschossigen Büro- und Verwaltungsgebäudes für die Stadtwerke am Knooper Weg 75.

1975

Seit 1975 entsorgt die Müllverbrennungsanlage Haus- und Gewerbemüll aus Kiel und dem Umland. Mitte der 90er Jahre wird die Anlage zum hocheffizienten Müllheizkraftwerk, das mit Kraft-Wärme-Kopplung Energie optimal nutzt.

1976

Die Umstellung von Stadtgas auf Erdgas im gesamten Versorgungsgebiet wird beendet.

Aus dem Nähkästchen

Stadtgas war zu damaliger Zeit weit verbreitet und ist eine Mischung aus verschiedenen Gasen, hauptsächlich Kohlengasen, die in den städtischen Gaswerken hergestellt oder gemischt worden ist. Es konnte durch Kohle im Gaswerk gewonnen werden. Doch ab den 70er Jahren hat man begonnen, auf Erdgas umzustellen und die Produktion von Stadtgas einzustellen. In Berlin wurde nach der Wiedervereinigung noch aus Gründen der Versorgungssicherheit für einige Zeit auf Stadtgas gesetzt. Erst 1996 war die Umstellung auf Erdgas umgesetzt.

1998

Neuausrichtung in der Energiebranche, die Stromnetze werden liberalisiert. Das bedeutet, jeder Stromkunde kann zu einem anderen Anbieter wechseln. „Billigstromanbieter“ entstehen, der Konkurrenzdruck steigt. Auch die Stadtwerke müssen ihre Produkt- und Preispolitik ändern und entwickeln zum Beispiel den Kiel-Spezial Tarif.

Die Stadtwerke verkaufen das Müllheizkraftwerk. Die Anlage ist seitdem eine Kommanditgesellschaft, an der die Landeshauptstadt Kiel mit 51 Prozent und die Remondis GmbH & Co. KG mit 49 Prozent beteiligt sind. Die MVK liefert den Stadtwerken 2015 30 Megawatt thermische und 5,8 Megawatt elektrische Energie.

2001

Seit dem Jahr 2000 gab es erste Überlegungen der Stadt Kiel, einen Mehrheitsanteil von 51 Prozent an den Stadtwerken Kiel zu verkaufen.

Zum 1. Januar 2001 steigt TXU-(Texas Utilities) Europe (Muttergesellschaft ist in den USA) als Anteilseigner ein, um von hier aus den deutschen Markt zu erobern. 49 Prozent behält die Stadt Kiel. Die Stadtwerke Kiel steigen aus dem Verbundunternehmen VVK (Versorgung und Verkehr Kiel GmbH) aus.

Die SWKiel Netz GmbH für Netze und Transport wird gegründet, um den neuen gesetzlichen Richtlinien des Unbundling zu entsprechen. Darüber hinaus stellen sich die Stadtwerke Kiel mit verschiedenen Tochtergesellschaften für die Geschäftsbereiche Vertrieb/ Handel (24sieben GmbH), Service/ Betriebsführung (SWKiel Service GmbH) und Informationstechnologie (24solutions AG) neu auf. Damit möchte man eine noch effektivere und effizientere Zusammenarbeit gewährleisten.

2002

Bereits knapp zwei Jahre nach dem Einstieg bei den Stadtwerken Kiel meldet die TXU in Großbritannien Insolvenz an und zieht sich 2002 aus dem europäischen Markt zurück.

Die Anteile an den Stadtwerken Kiel stehen wieder zum Verkauf. 2002 endet aufgrund der geänderten Gesellschaftsverhältnisse der Betriebsführungsvertrag der Müllverbrennung.

2004

Die MVV Energie AG aus Mannheim übernimmt im Mai 2004 die Mehrheitsanteile von 51 Prozent an den Kieler Stadtwerken.

2005

Ein neues Kieler Energiekonzept wird erstellt. Das GKK, das seit 1970 in Betrieb ist, muss aller Voraussicht nach 2015 still gelegt werden, da dann das Ende der technischen Laufzeit erreicht sein wird. Erste Planungen sehen vor, dass auf dem Grundstück ein 800-Megawatt-Steinkohlekraftwerk gebaut wird, als gemeinsames Projekt der Stadtwerke Kiel und des Energieversorgers E.ON. Nach intensiven Diskussionen steht fest: Im Juli 2009 kommt das Aus für den Brennstoff Steinkohle in Kiel. Der Bau des Steinkohlekraftwerks wird verworfen. So soll durch den Brennstoff Gas der Klimaschütz besser gefördert werden.

Die Stadtwerke Kiel haben sich 2001 mit verschiedenen Tochtergesellschaften für die Geschäftsbereiche Vertrieb/ Handel (24sieben GmbH), Service/ Betriebsführung (SWKiel Service GmbH) und Informationstechnologie (24solutions AG) neu aufgestellt. 2005 kommt noch die Erzeugung (SWKiel Erzeugung GmbH) hinzu, um die Zusammenarbeit zu optimieren.

2006

Zum 1. Oktober werden Shared-Services-Gesellschaften im MVV-Verbund gegründet: die 24/7 United Billing GmbH, die 24/7 Trading GmbH, die 24/7 IT-Services GmbH, die 24/7 Metering GmbH und die 24/7 Netze GmbH. Die Stadtwerke Kiel AG beteiligt sich in diesem Rahmen mit 30 Prozent an der 24/7 United Billing GmbH, zu 25,1 Prozent an der 24/7 Trading GmbH und zu 50 Prozent an der 24/7 IT-Services GmbH.

2010

Der Fernwärmetunnel geht ins Eigentum der Stadtwerke Kiel über.

2011

Der Verwaltungsstandort am Knooper Weg wird nach über 60 Jahren komplett aufgegeben. Alle Mitarbeiter der Verwaltung ziehen am 9. Mai 2011 in einen Neubau auf dem Grundstück in Hassee. Das Heizkraftwerk und die Leitwarte am Knooper Weg sind jedoch vom Verkauf der Liegenschaft an einen Investor im Jahr 2011 ausgenommen. Sie sind weiterhin in Betrieb.

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Als neue Anlaufstelle für Kunden wird im Mai 2011 im Herzen der Kieler Innenstadt ein neues Energiezentrum am Asmus-Bremer-Platz eröffnet. Ein weiteres Energiezentrum befindet sich in Preetz am Markt.

Es wird im Januar die Shared-Services-Center GmbH (SSC GmbH) im MVV gegründet, um verschiedene Arbeitsbereiche neu zu organisieren.

An der SSC GmbH ist die Stadtwerke Kiel AG mit 24,5 Prozent beteiligt. Die Geschäftsanteile an den Gesellschaften 24/7 United Billing GmbH, 24/7 Trading GmbH, 24/7 IT-Service GmbG werden an die SSC GmbH verkauft. Die 24/7 Trading und die 24/7 Netze sind keine Shared Services Gesellschaften mehr, da nun eine Steuerung nach Wertschöpfungsstufen stattfindet. Die SWKiel Erzeugung GmbH wird auf die 24sieben GmbH verschmolzen.

2012

Zum 1. Oktober werden die 24sieben GmbH und die Service GmbH auf die Stadtwerke Kiel AG verschmolzen. Außerdem wird die Beteiligung an KielNet an Versatel verkauft. Die Shared Services Center GmbH und die Shared Services Gesellschaften werden umbenannt. Ab Anfang Oktober firmieren die Gesellschaften wie folgt: Soluvia GmbH, Soluvia IT-Services GmbH, Soluvia Metering GmbH, Soluvia Billing GmbH.

2014

Die Rahmenbedingungen in der Energiewirtschaft haben sich grundlegend mit der Entscheidung zum Ausstieg aus der Atomkraft aus dem Jahr 2011 geändert. Die Energiewende stellt uns vor große Herausforderungen. Regenerative Energiequellen werden stärker gefördert und sollen noch besser in den vorhandenen

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Kraftwerkspark in Deutschland integriert werden. Die Netze müssen ausgebaut und neue Speicherformen erprobt werden. Nach gründlichen Überlegungen zur Zukunft der zuverlässigen und wirtschaftlichen Wärme- und Stromversorgung in unserer Region nimmt das geplante neue Kraftwerk der Stadtwerke Kiel Gestalt an. Nach dem Laufzeitende des GKK im Jahr 2015 soll ein modular aufgebautes Gasheizkraftwerk am Ostufer der Förde entstehen, begleitet von einem Fernwärmespeicher und einem Elektrodenkessel. Durch den modularen Aufbau und die große Flexibilität des geplanten Gasmotorenkraftwerks kann besonders gut auf den schwankenden Energiebedarf und die Anforderungen des Energiemarktes reagiert werden. Die Stadtwerke Kiel bereiten den Bau des GHKW vor, da das Projekt für die zukünftige Fernwärmeversorgung Kiels zwingend erforderlich ist.

Am 1. Oktober wird die SWKiel Speicher GmbH gegründet, die für die Bewirtschaftung der Erdgasspeicher zuständig ist.

2015

Die Bundespolitik entschließt sich, die Kraft-Wärme-Kopplung stärker zu fördern und überarbeitet das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWK). Sie signalisiert so die Unterstützung für das geplante zukunftsweisende Gasheizkraftwerk. Nach intensiven Gesprächen zwischen den Stadtwerken, der Landeshauptstadt Kiel und dem MVV Mannheim wird entschieden, das geplante Projekt gemeinsam umzusetzen.

Am 3. August 2015 werden in Kiel maßgebliche Verträge für das Kraftwerksprojekt unterzeichnet. Die Stadtwerke Kiel erklären hiermit ihre Absicht, das Gasmotorenheizkraftwerk (GHKW) mit dem Generalunternehmer Kraftanlagen München (KAM) und seinem Partner Jenbacher Gasmotoren von GE zu bauen. Das GHKW soll mit Kraft-Wärme-Kopplung ausgerüstet sein und aus 20 Gasmotoren bestehen. Die geplante Anlage setzt in Sachen Flexibilität, Nutzungsgrad und Umweltfreundlichkeit neue Maßstäbe.

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Die Stadtwerke Kiel erhalten für ihre Innovationskraft das „Top 100“-Siegel, das von der compamedia GmbH, dem Institut für Entrepreneurship und der Wirtschaftsuniversität Wien verliehen wird. Damit werden die Stadtwerke als eines der 100 innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstandes geehrt, da die Planungen für das GHKW als zukunftsweisend und vorbildlich bewertet werden.