Neuer Tagesrekord: Trinkwasserabgabe auf Fünfjahreshoch
Die Stadtwerke Kiel versorgen rund 330.000 Menschen in der Stadt Kiel sowie im Umland mit Trinkwasser. Aufgrund der zuletzt hohen Temperaturen stiegen die Tagesabgaben für Trinkwasser nahezu täglich. Gestern, 22. Juni, erreichte der Wert mit 62.880.000 Liter den diesjährigen Höchstwert und übertrifft den letztjährigen Rekord von 62.500.000 Liter Trinkwasser-Tagesabgabe.„Uns lässt die aktuelle Hitzewelle cool. Denn unser Trinkwasser fließt auch unter hohen Anforderungen ausreichend aus den Leitungen der Kundinnen und Kunden. Und mit fast 63.000 Kubikmetern Trinkwasser an einem Tag erreichen wir ein Fünfjahreshoch. Im August 2020 lieferten wir an einem Tag rund 65 Millionen Liter durch unser über 1.780 Kilometer langes Versorgungsnetz“, teilt Sönke Schuster, Sprecher der Stadtwerke Kiel AG, mit.
Der Energieversorger weist dennoch darauf hin, dass es bei Verbrauchsspitzen zu Engpässen an Netzenden kommen kann. So können bei starker Trockenheit und Hitze die Aufbereitungsanlagen und Pumpen an ihre Grenzen gelangen. Dies liegt dann jedoch nicht an der Menge des zur Verfügung stehenden Wassers in der Tiefe, sondern am gleichzeitigen Verbrauch im Netz.
„Sollten an Netzenden viele Verbraucherinnen und Verbraucher zeitgleich Wasser zapfen, beispielsweise für das Sprengen des Rasens oder das Füllen von Swimmingpools, können Druckschwankungen auftreten“, erklärt Schuster.
Damit das Kieler Trinkwasser auch bei langanhaltenden Hitzeperioden ausreichend zur Verfügung steht, betreiben die Stadtwerke Kiel vier Wasserwerke. Hier bereitet der Energieversorger das aus einer Tiefe von bis zu über 230 Metern geförderte Rohwasser auf. Die große Tiefe und die Abdeckung durch eine Ton-Mergel-Schicht sorgen dafür, dass das Grundwasser sicher vor Verunreinigungen geschützt ist.
Neben den vier Wasserwerken nutzt der Versorger sechs Trinkwasserspeicher. Mit den unterirdischen Behältern gleicht das Unternehmen Differenzen zwischen der geförderten und benötigten Wassermenge während der Verbrauchsspitzen im Netz aus.
„Auch wenn uns jederzeit ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht, appellieren wir stets auf einen bewussten Umgang mit Trinkwasser“, so Schuster abschließend.