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19. Juni 2026

Hitzewelle in Aussicht: Tipps für einen bewussten Umgang mit Trinkwasser

Schleswig-Holstein und somit auch der Region rund um die Landeshauptstadt stehen heiße Tage bevor. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, werden Temperaturen von über 30 Grad erwartet. Die Stadtwerke Kiel, als Trinkwasserversorger der Region, bleiben bei entsprechenden Hitzewellen jedoch cool. Denn die Versorgung ist gesichert. Dennoch weist das Unternehmen darauf hin, insbesondere in den Hitzeperioden, sorgsam mit dem kostbaren Gut Trinkwasser umzugehen.

„Bei hohen Anforderungen, wie bei Hitzewellen, kann es bei Verbrauchsspitzen zu Engpässen an Netzenden kommen. So können bei längerer Trockenheit und Hitze unsere Aufbereitungsanlagen und Pumpen an ihre Grenzen gelangen. Dies liegt dann jedoch nicht an der Menge des zur Verfügung stehenden Wassers in der Tiefe, sondern am gleichzeitigen Verbrauch im Netz. Sollten an Netzenden also viele zeitgleich Wasser zapfen, beispielsweise für das Sprengen des Rasens oder das Füllen von Swimmingpools, könnten Druckschwankungen auftreten“, erklärt Sönke Schuster, Sprecher der Stadtwerke Kiel AG.

Damit das Kieler Trinkwasser auch bei langanhaltenden Hitzeperioden ausreichend aus den Leitungen der Kundinnen und Kunden fließt, betreiben die Stadtwerke Kiel vier Wasserwerke. Hier bereitet der Energieversorger das aus einer Tiefe von bis zu über 230 Metern geförderte Rohwasser auf. Die große Tiefe und die Abdeckung durch eine Ton-Mergel-Schicht sorgen dafür, dass das Grundwasser sicher vor Verunreinigungen geschützt ist.

Neben den vier Wasserwerken nutzt der Versorger sechs Trinkwasserspeicher. Mit den unterirdischen Behältern gleicht das Unternehmen Differenzen zwischen der geförderten und benötigten Wassermenge während der Verbrauchsspitzen im Netz aus.

„Daher appellieren wir, auch wenn uns ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht, stets auf einen bewussten Umgang mit Trinkwasser“, so Schuster weiter.

 

Tipps für einen ressourcenschonenden Umgang mit Wasser:

Im Haus:

  • Duschen statt baden. Denn zur Befüllung einer Badewanne werden 150 bis 170 Liter Wasser benötigt, für eine fünfminütige Dusche nur rund 70 Liter.
  • Wasch- und Geschirrspülmaschinen sollten immer nur voll angeschaltet werden.

 

Bei der Gartenbewässerung:

  • Pflanzen im Garten sollten morgens möglichst vor Sonnenaufgang oder abends nach Sonnenuntergang gegossen werden, um eine starke Verdunstung von Wasser durch Sonneneinstrahlung zu vermeiden.
  • Es sollte nicht durch Sprinkler, sondern mit Gartenschläuchen bewässert werden, die nahe an den Pflanzen liegen (Beispiel: Tröpfchenbewässerung).
  • Den Rasen nicht zu kurz und weniger häufig mähen: Ein längerer Rasen hält die Feuchtigkeit besser und vermindert damit den Bewässerungsbedarf.
  • Grundsätzlich sollten trockenresistente Pflanzen mit niedrigerem Wasserbedarf gepflanzt werden.

 

Beim privaten Swimming-Pool:

  • Der Trend zum Pool im eigenen Garten kann den Wassergebrauch im Sommer massiv erhöhen: Ein durchschnittlicher Aufstellpool von 3,66 Metern Durchmesser umfasst ein Volumen von 6500 Litern. Dies entspricht dem 54-fachen des Tagesbedarfs einer Person. Wenn mehrere Pools gleichzeitig befüllt werden, kann das im Einzelfall die technisch-hydraulischen Systeme Ihres Wasserversorgers überfordern. Um das Versorgungssystem zu entlasten ist es daher sinnvoll, an heißen Tagen den Pool nicht zu den Hauptverbrauchszeiten am frühen Vormittag oder frühen Abend zu befüllen.
  • Den Pool abzudecken, verringert die Verdunstung.

     

Bei der Gartengestaltung:

  • Hauseigentümer sollten darauf achten, dass das Regenwasser auf ihrem Grundstück versickern kann. Dies verbessert die Neubildung von Grundwasser. Hierzu sollten Hauseigentümer ihren Garten mit Grünpflanzen bepflanzen und keine Steingärten anlegen, größere Flächen pflastern oder betonieren und für eine regendurchlässige Pflasterung bei Zuwegungen und Einfahrten sorgen.
  • Bei größeren Wohnanlagen können begrünte Dachflächen und Fassaden ein ausgeglicheneres Mikroklima schaffen.
  • Auf den Einsatz von Insekten- und Unkrautvernichtungsmitteln sollte verzichtet werden, um das Grundwasser und Insekten zu schützen. Dies dient auch der Vermehrung von Regenwürmern, die den Boden auflockern und eine bessere Versickerung ermöglichen.

 

Die Stadtwerke Kiel versorgen rund 330.000 Menschen in der Stadt Kiel sowie in Altenholz, Ottendorf, Melsdorf, Molfsee, Flintbek, Preetz, Schellhorn, Klausdorf, Schönkirchen und Mönkeberg mit Trinkwasser.

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