Ewigkeitschemikalie Trifluoressigsäure (TFA): Keine Nachweise im Kieler Trinkwasser
Die derzeitige öffentliche Diskussion über die Belastung von Grund-, Oberflächen- und Trinkwasser mit Trifluoressigsäure (TFA) sorgt bundesweit für Aufmerksamkeit. TFA ist ein sehr langlebiges Abbauprodukt verschiedener fluorhaltiger Verbindungen und wird daher zunehmend im Zusammenhang mit Umwelt- und Gewässerschutz betrachtet. Für die Trinkwasserversorgung in Kiel gibt es keinen Anlass zur Sorge. In allen vier Wasserwerken des Versorgers gibt es keine Nachweise für die Ewigkeitschemikalie.„Unser Kieler Trinkwasser ist unbelastet und naturrein. Das bestätigen seit jeher regelmäßige Qualitätskontrollen nach der streng gefassten Trinkwasserverordnung. Auch im Bereich der sogenannten Ewigkeitschemikalie haben wir Sicherheit“, teilt Sönke Schuster, Sprecher der Stadtwerke Kiel AG, mit.
Der Kieler Energie- und Wasserversorger fördert Rohwasser aus einer Tiefe von bis zu 240 Metern und bereitet dies in einem rein natürlichen Prozess in vier Wasserwerken zu Trinkwasser auf. Die große Tiefe und die Abdeckung durch eine Ton-Mergel-Schicht sorgen dafür, dass das Grundwasser sicher vor Verunreinigungen geschützt ist.
Trifluoressigsäure (TFA) gehört zur Gruppe der sogenannten PFAS-Abbauprodukte. Aufgrund ihrer hohen Beständigkeit in der Umwelt steht die Substanz zunehmend im Fokus von Wissenschaft, Behörden und Wasserversorgern. Bundesweit werden Untersuchungen durchgeführt, um Vorkommen und mögliche Einträge besser zu verstehen und langfristig zu begrenzen.
„Trinkwasser zählt zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln überhaupt. Auch bei neuen Stoffen, die in den Fokus von Wissenschaft und Öffentlichkeit rücken, prüfen wir die Situation sehr genau. Unsere Kundinnen und Kunden können weiterhin bedenkenlos das Kieler Wasser genießen“, so Schuster abschließend.