Drohnen über Kiel: Thermografische Inspektion des Fernwärmenetzes ausgewertet
Die Stadtwerke Kiel führten im März und April Inspektionen ihres 364 Kilometer langen Fernwärmenetzes durch. Hierfür ließ der Energieversorger das Versorgungsgebiet in der Landeshauptstadt mit speziellen Drohnen überfliegen, um aus der Höhe Wärmebilder erstellten. Diese sogenannte Flugthermografie ermöglicht es, Wärmeverluste im Kieler Stadtgebiet aufzuspüren.„Die Aufnahmen erfolgten in mehreren Nächten im März und April aus einer Höhe von 90 bis 120 Metern. Mittlerweile liegen die Thermografie-aufnahmen vor und ermöglichen ein gezieltes Handeln. Unentdeckte Betriebsstörungen wie Isolationsschäden oder Leckagen im Leitungssystem können erkannt und unnötige Energie- und Wasserverluste gestoppt werden“, teilt Sönke Schuster, Sprecher der Stadtwerke Kiel, mit.
Die Drohne erstellt keine gewöhnlichen Bildaufnahmen. Sie erfasst die Wärmestrahlung von Objekten und berechnet daraus deren Oberflächentemperatur. Diese Temperaturen werden anschließend als farbiges Wärmebild dargestellt. So erhielten die Stadtwerke Kiel einen Überblick über den Zustand in ihrem Fernwärmeversorgungsnetz. Unter anderem wurden thermografische Auffälligkeiten in einzelnen Leitungsabschnitten festgestellt, die auf eine Leckage in einer Leitung hinweisen könnten.
Geplante Reparaturen führen gegebenenfalls zu Einschränkungen
Aufgrund der nun vorliegenden Ergebnisse beabsichtigt der Energieversorger noch vor der Heizperiode, bestätigte Leckagen zu reparieren. Eine bisher unentdeckte Beschädigung in der Schauenburgerstraße ist bereits beseitigt, eine weitere in der Holtenauer Straße wurde provisorisch repariert. Weitere Reparaturmaßnahmen werden derzeit terminiert. Einige werden dabei auch zu Verkehrseinschränkungen führen. So werden die Stadtwerke Kiel beispielsweise die Fleethörn, zwischen Garten- und Muhliusstraße, für die Reparaturarbeiten voll sperren müssen. Und in der Schauenburgerstraße, zwischen Gerhard- und Holtenauer Straße, wird es dann voraussichtlich auch Einschränkungen im Verkehr geben.
„Bei den Planungen der Reparaturmaßnahmen versuchen wir die Einschränkungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Wichtig ist uns, dass wir bereits vor der Heizperiode handeln, um einen längerfristigen Versorgungsausfall zu vermeiden“, so Schuster.
Der Energieversorger hat rund 30 thermografische Auffälligkeiten im Rahmen der Drohneninspektion entdeckt. Diese Verdachtsfälle werden voraussichtlich in diesem und im nächsten Jahr sukzessive abgearbeitet. Die Stadtwerke Kiel bitten im Zuge der nun anstehenden Reparaturmaßnahmen um Verständnis für die Baustellen und entschuldigen sich für entstehende Unannehmlichkeiten.
