29. Juni 2022

Alarmstufe ausgerufen: Jetzt Energie sparen!

Die Bundesregierung hat am 23. Juni die Alarmstufe im Notfallplan Gas ausgerufen und somit auf die stark gesunkenen russischen Gaslieferungen reagiert. Die Alarmstufe sendet das klare Signal an alle Gasverbraucherinnen und Gasverbraucher von der Industrie bis zu den privaten Haushalten, dass dort, wo es irgend geht, Gas eingespart werden muss, sprich: Der Verbrauch muss runtergehen, um sicher durch Herbst und Winter zu kommen.

„Jeder sollte ab sofort mithelfen: Vom Industrieunternehmen bis zum einzelnen Bürger. In fast jedem Haushalt gibt es noch Möglichkeiten Energie einzusparen. Das dient nicht nur der Versorgungsicherheit, sondern entlastet auch das Portemonnaie und schützt das Klima“, teilt Frank Meier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Kiel, mit.

Aktuell ist die Versorgungssicherheit mit Gas gewährleistet. Es lässt sich derzeit jedoch noch nicht abschätzen, wie lange die Versorgung ohne größere Eingriffe nahezu im Normalzustand weiterlaufen kann. Daher ist es besonders wichtig, jetzt Wärme und Strom zu sparen und den Blick auf den kommenden Herbst und Winter zu richten. Es geht darum, alles für möglichst hohe Speicherfüllstände zu tun und die Einspeicherziele zu erreichen.

„Dazu gehören auch kleine Dinge im Alltag – wie das Senken der Raumtemperatur oder die Dauer des Duschens. Insbesondere im kommenden Winter sollten Haushalte auch noch stärker auf hier Heizverhalten achten. Als Faustformel gilt: Durch einen Grad weniger Raumtemperatur lässt sich der Gasverbrauch um sechs Prozent reduzieren“, erklärt Alexander Blažek, Vorsitzender des Landesverbands Haus & Grund Schleswig-Holstein.

41 Millionen Haushalte in Deutschland verbrauchen jährlich rund 670 Terawattstunden Energie für Wärme und Strom. Dazu kommen weitere 1.000 Terawattstunden Energieverbrauch pro Jahr bei Industrie, Gewerbe, Handel und im Dienstleistungsbereich. Eine Terawattstunde sind eine Milliarde Kilowattstunden. Eine große Zahl, die sich mit vielen kleinen Energiespartipps deutlich senken lässt. In der Mietwohnung, im Eigenheim, der Kommune oder dem Verein und bei Unternehmen gibt es viele Energiespar-Möglichkeiten.

„67 Prozent unseres Energieverbrauchs im Haushalt benötigen wir fürs Heizen. Die größten Einsparpotenziale bestehen also hierbei und beim Verbrauch von Warmwasser. Da wir uns derzeit im Sommer befinden, geht es jetzt um eine allgemeine Änderung des Verbrauchsverhaltens. So trainieren wir nun unser Bewusstsein, um zur Heizperiode voll da zu sein“, so Meier weiter.

Einiges hilft auch aktuell schon. Denn Wasser zu erhitzen, verbraucht viel Energie. Mit einfachen Tricks lässt sich hier sparen. Beispielsweise energiesparend duschen: Wassersparende Duschköpfe haben einen kleineren Kopf und bündeln das Wasser. So verbrauchen sie weniger als der reguläre Duschkopf oder gar eine Regendusche. Oft haben sie einen Durchflussbegrenzer gleich miteingebaut. Eine saubere Sache – die bis zu 30 Prozent Warmwasserkosten spart.

Für angenehm warmes Duschwasser muss der Warmwasser-Aufbereiter viel Energie aufwenden. Reduzieren Bürgerinnen und Bürger ihre persönliche Duschzeit auf höchstens fünf Minuten und senken die Wassertemperatur etwas, spart dies nicht nur Warmwasser, sondern auch Energie. Das tut nicht nur der Umwelt, sondern auch der Haut gut, wie Hautärztinnen und Hautärzte empfehlen.

Weiteres großes Einsparpotenzial betrifft große Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik. Dabei sind Informationstechnik, TV und Audio mit 28% sowie Waschen und Trocknen mit 14% die größten Energiefresser.

„Strom einzusparen hilft nicht nur, unter anderem Erdgas für die Energieerzeugung zu reduzieren, es hilft auch der Haushaltskasse. Denn 320 Euro Stromkosten im Jahr kann ein Haushalt in einem Mehrfamilienhaus sparen. In einem Einfamilienhaus sogar 410 Euro pro Jahr“, rechnet Blažek vor und gibt dazu gleich ein paar Tipps für Immobilienbesitzerinnen und -besitzer.

Ein hydraulischer Abgleich, der die Wärme gleichmäßig im Gebäude oder in der Wohnung verteilt, kann beispielsweise helfen, den Energieverbrauch in der Immobilie zu senken. Ein Fachbetrieb stellt sicher, dass alle Heizkörper die nötige Wärme abgeben, um die gewünschte Raumtemperatur zu erzielen. Dabei werden auch individuelle Kriterien berücksichtigt, wie die Eigenschaften des Hauses, Fenster und Dämmung der Außenwände. So lässt sich der Energieverbrauch um zehn bis 15% reduzieren.

Des Weiteren ist es in vielen Kellern wohlig warm, obwohl sich dort niemand länger aufhält. Häufig sind ungedämmte Rohre die Ursache. Auch hier lässt sich leicht Energie einsparen, denn mit wenig Aufwand lassen sich Heizungs- und Warmwasserrohre, aber auch Armaturen und Ventile nachträglich dämmen. Passendes Dämmmaterial bietet der Fachhandel und auch der Handwerksbetrieb hilft dabei.

„Der günstigste und effizienteste Beitrag hin zu mehr Unabhängigkeit in der Energieversorgung ist weniger Energieverbrauch. Es handelt sich um eine große gemeinsame Aufgabe, bei der Politik, Industrie, Unternehmen, Verbraucherinnen und Verbraucher mithelfen können, damit es gelingt. Auch wir tragen unseren Teil dazu bei und haben unter www.stadtwerke-kiel.de/energiesparen umfangreiche Tipps zusammengefasst“, so Meier und weist abschließend darauf hin, insbesondere im kommenden Herbst und Winter noch stärker auf das Heizverhalten zu achten.

Merle

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