Hitzewelle in SH in Aussicht

Tipps für einen bewussten Umgang mit Trinkwasser

30. April 2026Lesezeit: 6 Min

In diesem Artikel erfahren Sie, warum es bei Hitze zu Engpässen kommen kann und wie Sie mit einfachen Maßnahmen Ihren Wasserverbrauch nachhaltig senken können – ganz ohne Komfortverlust.

Die Temperaturen steigen, die Sonne brennt – und Schleswig-Holstein steht vor einer Hitzewelle mit Werten von über 30 Grad. Gerade in solchen Phasen wächst der Wasserverbrauch spürbar. Viele Menschen greifen häufiger zum Gartenschlauch, befüllen Pools oder duschen öfter. Doch auch wenn die Trinkwasserversorgung gesichert ist, lohnt sich ein bewusster Umgang mit dieser wertvollen Ressource.

Warum der Wasserverbrauch bei Hitze so stark steigt

An heißen Tagen steigt der Wasserbedarf in privaten Haushalten deutlich an. Besonders die gleichzeitige Nutzung kann zur Herausforderung werden:

  • Rasensprenger laufen parallel
  • Pools werden befüllt
  • Haushalte verbrauchen mehr Wasser für Kühlung und Hygiene


Das Problem liegt dabei selten an der verfügbaren Wassermenge im Boden, sondern vielmehr an der zeitgleichen Nachfrage im Leitungsnetz. Wenn viele Haushalte gleichzeitig große Mengen Wasser verbrauchen, kann es lokal – vor allem an den sogenannten Netzenden – zu Druckschwankungen kommen.

Die Infrastruktur ist zwar leistungsfähig, arbeitet bei extremen Spitzenlasten aber nahe an ihrer Kapazitätsgrenze. Genau hier kann jeder Einzelne durch angepasstes Verhalten einen Beitrag leisten.

Ist die Trinkwasserversorgung in Kiel gesichert?

Ja. Die Versorgung in der Region Kiel bleibt auch bei Hitze stabil. Dafür sorgen wir, die Stadtwerke Kiel, mit unserem leistungsfähigen System:

  • Vier Wasserwerke bereiten Grundwasser aus Tiefen von über 230 Metern auf
  • Eine natürliche Schutzschicht sorgt für hohe Wasserqualität
  • Sechs Trinkwasserspeicher gleichen Verbrauchsspitzen aus


Das bedeutet: Es ist ausreichend Wasser vorhanden – entscheidend ist jedoch, wie und wann es genutzt wird.

8 praktische Tipps: So sparen Sie Wasser im Alltag

Im Haushalt

1. Duschen statt Baden
Eine Badewanne verbraucht rund 150–170 Liter Wasser. Eine fünfminütige Dusche hingegen nur etwa 70 Liter.

2. Geräte effizient nutzen
Schalten Sie Waschmaschine und Geschirrspüler nur ein, wenn sie voll beladen sind – das spart Wasser und Energie.


Im Garten

3. Richtig gießen
Bewässern Sie Pflanzen morgens früh oder abends spät. So verdunstet weniger Wasser.

4. Zielgerichtet statt flächig bewässern
Verzichten Sie auf Sprinkler. Nutzen Sie lieber Schläuche oder Tröpfchenbewässerung direkt an den Pflanzen.

5. Rasenpflege anpassen
Ein etwas längerer Rasen speichert Feuchtigkeit besser und muss seltener gegossen werden.

6. Auf die richtige Bepflanzung setzen
Trockenresistente Pflanzen benötigen deutlich weniger Wasser und sind ideal für heiße Sommer.


Beim Pool

7. Befüllen zeitlich verschieben
Poolbefüllungen sollten möglichst nicht zu Zeiten stattfinden, in denen viele Haushalte gleichzeitig Wasser nutzen (z. B. morgens oder abends). Außerdem sollte man prüfen, ob nicht auf eine Poolnutzung verzichtet werden kann.

8. Pool abdecken
Eine Abdeckung reduziert die Verdunstung und spart langfristig große Mengen Wasser.


Gartengestaltung mit Blick auf die Zukunft

Neben dem täglichen Verhalten spielt auch die Gestaltung des eigenen Grundstücks eine wichtige Rolle:

  • Versickerungsflächen schaffen: Vermeiden Sie großflächige Versiegelungen durch Beton oder Stein
  • Durchlässige Materialien verwenden: Besonders bei Einfahrten oder Wegen
  • Begrünung fördern: Pflanzen verbessern das Mikroklima und unterstützen die Grundwasserbildung
  • Auf Chemikalien verzichten: Pestizide schaden nicht nur Insekten, sondern auch dem Grundwasser


Ein naturnaher Garten hilft dabei, Wasser im natürlichen Kreislauf zu halten – ein wichtiger Beitrag zur langfristigen Versorgungssicherheit.

Fazit: Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Auch wenn die Trinkwasserversorgung in und um Kiel zuverlässig funktioniert, kommt es gerade bei Hitze auf das Verhalten jedes Einzelnen an. Wer bewusst mit Wasser umgeht, hilft dabei:

  • die Infrastruktur zu entlasten
  • lokale Engpässe zu vermeiden
  • und die Ressource langfristig zu schützen


Die gute Nachricht: Schon kleine Veränderungen im Alltag können einen großen Unterschied machen.

Gut zu wissen: Rund 330.000 Menschen in Kiel und Umgebung werden täglich durch die Stadtwerke Kiel mit Trinkwasser versorgt – ein System, das auf verantwortungsvolles Mitwirken angewiesen ist.

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