11.04.2012: Defektes Kabel - Kurzfristige Stromschwankung blieb ohne weitreichende Folgen
Stadtwerke bedauern Ausfall von Cinemaxx-Vorstellungen
Ein defektes Kabel hat am Dienstagabend in der Kieler Innenstadt zu einer Stromschwankung von wenigen Millisekunden geführt. Die meisten Stromkunden der Stadtwerke in diesem Bereich dürften die kurze Schwankung gegen 20.30 Uhr gar nicht bemerkt haben. Die Unterbrechung hat sich - etwa beim Licht - allenfalls durch ein kurzes Flackern bemerkbar gemacht. Für die Besucher des Kieler Cinemaxx-Kinos allerdings hatte die Schwankung im Netz Folgen: Mehrere Vorstellungen mussten ausfallen. „Das bedauern wir sehr und bitten sowohl die Besucher als auch den Betreiber des Kinos um Entschuldigung", sagt Stadtwerke-Sprecher Wolfgang Podolske.

Darüber hinaus hätten sich lediglich einige Gewerbe- und Industriekunden bei den Stadtwerken gemeldet und von leichten Störungen in empfindlichen elektronischen Geräten berichtet. So hätten etwa Rechner oder komplexe EDV-Systeme neu gestartet werden müssen.

Ursache der Störung war eine defekte Verbindungsmuffe an einem Mittelspannungskabel, das zwischen dem Umspannwerk in der Kirchhofallee und der Müllverbrennungsanlage verläuft. Die Stadtwerke haben der Schaden mittlerweile lokalisiert. Die beschädigte Muffe liegt in der Ringstraße/Ecke Königsweg und wird am Donnerstag ausgetauscht.

Warum es hier aller Wahrscheinlichkeit nach zu einem Kurzschluss kam, soll dann genau untersucht werden. Möglich ist, dass sich an der etwa 40 Jahre alten Verbindungsmuffe aufgrund von Bodensetzung oder Erschütterungen Risse gebildet haben, durch die dann Feuchtigkeit eintreten konnte.

Durch die hohe Versorgungssicherheit des Stadtwerke- Stromnetzes bleiben Defekte an den Leitungen in der Regel ohne Folge. Kommt es zu einem Ausfall eines Kabels, kann die Versorgung in den allermeisten Fällen über eine zweite Leitung sichergestellt werden. Im bundesweiten Vergleich kommt es in Kiel nur zu wenigen Stromausfällen in dem 3.850 Kilometer langen Versorgungsnetz der Stadtwerke. Das bestätigt jedes Jahr auch die Bundesnetzagentur. Sie achtet darauf, dass Energieversorger in die Sicherheit ihrer Netze investieren und bewertet das mit einem sogenannten Bonus-Malus-System. „Die Stadtwerke Kiel schneiden hier seit Jahren vor allem im Mittelspannungsnetz sehr positiv ab. Das ist umso wichtiger, weil gerade Störungen auf dieser Spannungsebene Auswirkungen auf mehrere tausend Haushalte haben können", betont Podolske.