Stadtwerke-Kunden, die seit einiger Zeit auf ihre Jahresabrechnung warten, werden diese in den kommenden Wochen erhalten. Eine Gesetzesänderung ist Ursache für die Verzögerung.
Die vom Gesetzgeber Anfang des Jahres neu eingeführte Umlage zur Entlastung stromintensiver Betriebe, die so genannte §19 StromNEV-Umlage, führt bei allen Stromversorgern zu Anpassungen der Abrechnungssysteme. Hintergrund ist die Befreiung der stromintensiven Großkunden von den Netznutzungsentgelten - ein Fehlbetrag, den die anderen Verbraucher ausgleichen müssen. Die konkrete Höhe der Umlage wurde erst im Dezember 2011 durch den Gesetzgeber beschlossen. „Zurzeit beträgt sie 0,151 Cent je Kilowattstunde netto. Diese Umlage wurde in den vergangenen vier Wochen erfolgreich in das Abrechnungssystem eingepflegt und getestet", erklärt Stadtwerke-Sprecher Wolfgang Podolske. „Die Jahresabrechnungen werden jetzt gedruckt und an die wartenden Kunde verschickt. Durch die zu Beginn eingetretene Verzögerung wird sich auch in den nächsten Monaten der Versand der anstehenden Rechnungen um bis zu vier Wochen verschieben", so Podolske weiter. Ab Juni werde das System dann wieder im normalen Turnus laufen.
Er wies auch noch einmal darauf hin, dass alle Stromversorger in Deutschland gezwungen seien, diese Umlage zu erheben, egal ob sie diese befürworteten oder nicht. Das sei eine politische Entscheidung, die sein Unternehmen nicht umkehren könne, sondern umzusetzen habe.
06.02.2012:
Stadtwerke mussten Jahresabrechnung aufgrund neuer Strompreisumlage verschieben
