Ab Januar 2012 versorgen die Kieler Stadtwerke den BusinessCampus-Gewerbepark in der Suchsdorfer Dr.-Hell-Straße mit Fernwärme. Der Wärmebedarf des 65.000 Quadratmeter großen Areals liegt bei rund sechs Millionen Kilowattstunden oder umgerechnet dem Verbrauch von 200 Einfamilienhäusern. Heute unterschrieben der Kieler Energieversorger und der Eigentümer der Fläche, die Parthena Reys Gruppe, den Versorgungsvertrag.
Doch über die reine Wärmeversorgung hinaus bietet die Partnerschaft weitere Dienstleistungspakete, die den Eigentümer überzeugten. So liefern die Stadtwerke weiterhin den Strombedarf von rund acht Millionen Kilowattstunden pro Jahr und übernehmen die Verbrauchsabrechnung direkt mit den einzelnen Mietern im Gewerbepark. Die bislang mit Gas und Öl betriebenen Heizungskessel werden bis zum Frühjahr 2012 durch die moderne Fernwärmeversorgung ersetzt. Dies reduziert den CO2-Ausstoß gegenüber der aktuellen Wärmeerzeugung um rund 25 Prozent. Möglich macht dies die direkte Anbindung an die Fernwärmenetzleitung im Bereich des Steenbeker Weges.
Somit profitieren beide Parteien von der Partnerschaft. Sowohl die Parthena Reys Gruppe wie auch ihr deutscher Vertreter, die laren estate AG legten im Rahmen der Vertragsverhandlungen besonderen Wert auf grundlegende Reduzierung der Nebenkosten zugunsten der Mieter. Ein weiterer wesentlicher Aspekt für die Entscheidung zugunsten der Stadtwerke Kiel lag in der deutlichen Verringerung der CO2-Bilanz an diesem Standort.
In der Gesamtbetrachtung aller weiterten Aspekte, wie der Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit sowie der direkten Energieabrechnung mit den Mietern ist die Kieler Fernwärme für den BusinessCampus-Eigentümer die beste Versorgungsalternative.
Und der Investor beabsichtigt den Standort nachfrageabhängig weiter auszubauen. Das Büro der laren estate AG in Hamburg plant gegenwärtig weitere Projekte mit einer Gesamtfläche von ca. 120.000 Quadratmetern in unterschiedlichen Nutzungsvarianten auf dem Gelände. So könnten in Zukunft zu den aktuellen Mietern - unter anderem Heidelberger Druckmaschinen AG, Rheinmetall Landsystemen, Lufa ITL, NetUse - weitere hinzukommen.
Für die Stadtwerke Kiel spielen die Versorgungssicherheit und der Umweltschutz nicht nur bei diesem Projekt eine wesentliche Rolle. Die Modernisierung und Erweiterung des bestehenden Fernwärmenetzes ist zentraler Bestandteil des Stadtwerke-Energiekonzepts: Denn die Fernwärme ist effizient, umweltfreundlich und preiswert. Davon profitieren neben dem BusinessCampus Kiel auch über 60.000 Kieler Haushalte.
17.03.2011: Umfangreiches Servicepaket besiegelt Partnerschaft
Stadtwerke versorgen BusinessCampus mit umweltschonender Fernwärme
