Die Stadtwerke Kiel haben ihre Planungen für eine Nachfolgeanlage
des Gemeinschaftskraftwerks in Kiel geändert und prüfen jetzt den
Neubau eines Gaskraftwerks. Das gab der Vorstandsvorsitzende der
Stadtwerke Kiel, Stefan Grützmacher, nach einem gemeinsamen
Gespräch mit der Geschäftsführung der E.ON Kraftwerke bei Kiels
Oberbürgermeister Torsten Albig bekannt. Nach der Kommunalwahl
im Mai 2008 hatte sich die politische Mehrheit in der Kieler
Ratsversammlung gegen den Bau eines Kohlekraftwerks ausgesprochen.
Die Stadtwerke Kiel wollen nun einen Alternativplan für eine zentrale
Strom- und Fernwärmeproduktion auf der Basis von Erdgas entwickeln.
Das entstehende Konzept soll mit den Vorstellungen der Stadt Kiel kompatibel
sein: Voraussichtlich im kommenden Frühjahr liegt das von der
Landeshauptstadt in Auftrag gegebene Gutachten für ein "Klimaverträgliches
Energieerzeugung- und Versorgungskonzept für Kiel" vor. Grützmacher
geht zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass sich die politischen Beratungen
bis Ende 2010 hinziehen. Bei den weiteren Planungen müssen auch
die Kriterien Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit gesetzt bleiben.
"Wichtig sind insbesondere sozial verträgliche Strom- und Fernwärmepreise
für unsere Kunden."
Die Laufzeit des Gemeinschaftskraftwerkes auf dem Kieler Ostufer endet
im Jahr 2015. Um vor dem Hintergrund des mittlerweile entstandenen
Zeitdrucks eine sichere Energieversorgung auch in Zukunft gewährleisten
zu können, werden die Stadtwerke nunmehr auch eine Lebensdauerverlängerung
des bestehenden GKK von bis zu fünf Jahren in die weiteren Überlegungen
einbeziehen.
14.07.2009: Kraftwerksprojekt geändert
Stadtwerke prüfen Alternativen für Kiel
