17.06.2006
Damit das Licht nicht aus geht
Während der Kieler Woche gehen plötzlich die Lichter aus, der Bühnensound stürzt ab, nichts geht mehr. Ein Alptraum für die Veranstalter der Fest- und Segelwoche. Damit das nicht passiert, ist Horst Loeh, Elektromeister der Kieler Stadtwerke, seit Anfang Mai im Einsatz und hat jedes Kabel sorgfältig überprüft. „Es ist wichtig, dass die Kabel nicht scharf abknicken, sonst können die nämlich schnell sehr heiß werden“, erzählt er. Außerdem habe er darauf geachtet, dass es an der Kiellinie und rund um die Halle 400 keine Stolperfallen gebe.

Der 54-Jährige hat zusammen mit einem Team aus sechs Elektrikern und drei Azubis fünf Kilometer „fliegende Leitungen“ verlegt, die über 160 Verteilerschränke oberirdisch verlaufen und nach einer Woche wieder abgebaut werden. Manchmal seien die Schränke aber auch schon früher nicht mehr da, wo sie sein sollten.

„Es hat auch schon mal jemand die Kabel durchgeknackt und einen Verteilerschrank geklaut“, sagt Loeh, der seit sechs Jahren für die Elektronik auf der Kieler Woche verantwortlich ist. Das sei natürlich ärgerlich, aber unvermeidbar. Während der Kieler Woche ist er zu zwei Dritteln seiner Arbeitszeit draußen — für den Elektromeister, der sonst nur im Haus arbeitet, eine willkommene Abwechslung.

Privat habe er jedoch nicht viel für die Kieler Woche übrig. „Den Rummel muss ich mir nicht unbedingt antun“, meint er. Dafür habe er ein Hobby, das ihm auf den ersten Blick nicht jeder zutraue: „Ich gehe mit meiner Frau leidenschaftlich gerne Standardtanzen.“